Erneuerbare Energietechnologien in der Architektur – Gebäude, die Zukunft bauen
Gebäude produzieren mit Photovoltaik auf Dach und Fassade Strom, speichern Energie in Batterien und nutzen Wärmepumpen für Heizen und Kühlen. Eine smarte Steuerung verknüpft alles mit Wetterprognosen, Lastprofilen und Nutzergewohnheiten – effizient, leise und komfortorientiert.
Sonne einfangen: Gebäudeintegrierte Photovoltaik und Solarthermie
Gebäudeintegrierte Photovoltaik ersetzt Fassadenmaterial, liefert Strom und eröffnet gestalterische Freiheiten mit Farben, Texturen und Spiegelgrad. Hinterlüftete Systeme verbessern das Temperaturmanagement, während optimierte Stringplanung Erträge stabilisiert – selbst bei wechselnder Verschattung im städtischen Kontext.
Sonne einfangen: Gebäudeintegrierte Photovoltaik und Solarthermie
Aufgeständerte Module nutzen diffuse Strahlung, kombinierte Grün-PV-Dächer kühlen die Umgebung und erhöhen die Effizienz. Brandschutz, Aerodynamik und Wartungswege sind früh mitzudenken. Eine gute Planung berücksichtigt Schneelasten, Entwässerung, Blitzschutz und sichere Zugänglichkeit für Inspektionen.
Wärme aus Tiefe und Luft: Geothermie und Wärmepumpen
Sonden unter dem Innenhof
Erdsondenfelder speichern Sommerwärme saisonal und liefern im Winter konstante Quelltemperaturen. Bohrkonzepte berücksichtigen Abstände, Grundwasser, Geologie und hydraulische Balance. In dichten Quartieren werden Innenhöfe, Parkflächen und Randstreifen zu leistungsfähigen, nahezu unsichtbaren Energieflächen.
Niedertemperaturflächen für Effizienz
Fußbodenheizung, Wandflächen und Betonkernaktivierung arbeiten effizient mit niedrigen Vorlauftemperaturen. Das senkt Strombedarf der Wärmepumpe und steigert Behaglichkeit. Im Sommer ermöglicht die passive Kühlung über Erdsonden eine sehr leise, zugfreie und energiearme Temperierung.
Anekdote aus dem Betriebsalltag
Ein Hausmeister erzählte, wie er nach der Umstellung den Heizraum kaum noch hörte. Statt Kesselgeräusch – leises Surren, klare App-Visualisierung und stabile Temperaturen. Die Bewohnerinnen meldeten erstmals angenehm kühle Schlafzimmer in Hitzewochen, ohne Zug und ohne trockene Luft.
Wind, Lüftung und Mikroklima: die unsichtbaren Kräfte nutzen
Auf Dächern mit freier Anströmung können kleine Anlagen Erträge liefern, wenn Turbulenzen minimiert und Schwingungen sauber entkoppelt werden. Simulationen und Messungen vor Ort sind entscheidend. Rechtliche Abstände, Lärmgrenzen und Wartungszugänge gehören in jede Planung.
Wind, Lüftung und Mikroklima: die unsichtbaren Kräfte nutzen
Durch Atrien, Öffnungen und gezielte Verschattungen erzeugen wir Druckunterschiede, die natürliche Lüftung antreiben. Der Venturi-Effekt beschleunigt Strömungen, Nachtauskühlung senkt Raumtemperaturen. Kombiniert mit Sensorik entstehen Systeme, die Komfort selbstregulierend und energiefrei unterstützen.
Batterien mit zweitem Leben
Second-Life-Batterien aus Fahrzeugen können stationär weiterarbeiten, wenn Sicherheitskonzept, Brandschutz und Monitoring stimmen. Eine saubere Einbindung in die Gebäudeleittechnik ermöglicht Lastverschiebung, Eigenverbrauchsoptimierung und Netzdienstleistungen – ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich attraktiv.
Thermische Speicher elegant integriert
Pufferspeicher, Eisspeicher und Betonkernaktivierung lagern Wärme und Kälte zeitversetzt. Mit Phase-Change-Materialien steigen Speicherdichten bei moderaten Temperaturen. So werden Wärmepumpen kleiner dimensioniert, Laufzeiten ruhiger und die Gesamteffizienz spürbar verbessert – bei hohem Nutzerkomfort.
Teilen im Quartier
Gemeinsame Speicher und PV koppeln Gebäude zu energiestarken Nachbarschaften. Bidirektionales Laden nutzt Batterien von Elektrofahrzeugen. Digitale Verträge verteilen fair, was erzeugt wird. Diskutieren Sie mit uns, welche Sharing-Modelle für Ihre Hausgemeinschaft funktionieren könnten.
Intelligente Steuerung und smarte Netze
Prädiktive Regelungen laden Speicher vor Wolkenzonen, nutzen Wochenendtarife und verschieben Wärmeerzeugung in effiziente Zeitfenster. Das senkt Lastspitzen, erhöht Eigenverbrauch und hält Räume stabil. Transparente Dashboards motivieren Bewohner, bewusst mit Energie umzugehen.
Der Weg nach vorn: Plusenergie-Quartiere und Beteiligung
Technische Normen, Genehmigungen und Förderlandschaften verändern sich dynamisch. Wer frühzeitig prüft, plant souveräner und baut schneller. Wir sammeln Erfahrungen aus Gemeinden, in denen klare Ziele, gute Kommunikation und solide Daten die Umsetzung erheblich beschleunigt haben.
Der Weg nach vorn: Plusenergie-Quartiere und Beteiligung
Mieterstrom macht Solarstrom im Haus für alle zugänglich. Transparente Abrechnung, einfache Verträge und verständliche Apps sind entscheidend. Erzählen Sie uns, welche Hürden Sie sehen. Gemeinsam entwickeln wir praktikable Modelle, die soziale und ökologische Ziele verbinden.